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Altar von 1969
Im Dom zu Erfurt

Eoban und Adelar

Da fragten sich doch einige Gottesdienstbesucher, wer Eoban und Adelar sind. Ihre Namen waren am Sonntag, dem 6. Juni 2004, im Hochgebet nach der Wandlung neben denen des Papstes und des Erzbischofs zu hören.

Immer werden in den Altar einer katholischen Kirche Reliquien von Heiligen eingemauert. Schon im alten Hochaltar unserer Pfarrkirche aus der Zeit der Errichtung 1899 wie auch im neuen Altar von 1969 waren das Reliquien von Eoban und Adelar (auch Adalar oder Adolar). So berichtet die Festschrift „100 Jahre Pfarrkirche Heilige Familie Oeventrop“.

Beide gehörten zum Kreis der Glaubensboten um Bonifatius. Eoban war wie Adelar ein Priester. 735 brachte er für Bonifatius Briefe nach England, wo er auch geboren war. 753 war er sein Begleiter nach Friesland. In der Friesenmission wirkte er als Weihbischof. 753 wurde Eoban Diözesanbischof von Utrecht.

Das ökumenische Heiligenlexikon schreibt: „Im Frühjahr 754 drang Bonifatius von Utrecht aus immer tiefer in das Heidenland vor. Das Evangelium fand aufnahmewillige Herzen. Am Mittwoch vor Pfingsten sollte die Firmung der Neubekehrten sein. In der Morgenfrühe dieses Tages wurde Bonifatius von einer heidnischen Schar überfallen. Er verbot seinen Gefährten jede Gegenwehr“.

Beide wurden neben anderen Begleitern mit Bonifatius erschlagen. Das war am 5. Juni 754 bei Dokkum. Die Gebeine von Eoban und Adelar gelangten über Fulda nach Erfurt, wo sie 1154 aufgefunden wurden.

Eoban bedeutet „der in die Morgenröte Gehende“ (griechisch) oder „der Erbahne“ (althochdt.). Adelar bedeutet "edel" und "Adler".

Ihr Fest wird am 5. und auch am 7. Juni (Fulda) gefeiert.

 

Pastoralverbund Oeventrop / Rumbeck | info@pvor.de